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Wincor Nixdorf halten


11.11.2009
National-Bank AG

Essen (aktiencheck.de AG) - Andrea Großmann, Analystin der National-Bank AG, stuft die Wincor Nixdorf-Aktie (ISIN DE000A0CAYB2 / WKN A0CAYB) von "kaufen" auf "halten" herunter.

Die gestern Mittag veröffentlichten Ergebnisse des Paderborner Herstellers von Bankautomaten und Kassensystemen für das Fiskaljahr 2008/09 seien erwartungsgemäß von der globalen Wirtschaftsabschwächung geprägt gewesen. So hätten die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 3,0% auf 2,25 Mrd. EUR nachgegeben, womit das Minus indes etwas geringer als befürchtet ausgefallen sei. Bereinigt um Wechselkurseffekte errechne sich ein Rückgang von 5,0%. Ursächlich dafür seien die schwache Entwicklung im Hardware-Bereich sowie im Geschäft mit Handelskonzernen.

Während der Konzern den Umsatz auf dem Heimatmarkt habe steigern können, hätten im Ausland jedoch Erlösrückgänge verbucht werden müssen. Negativ steche dabei das Umsatzminus von 12,0% in der Region Europa (ohne Deutschland) hervor, wobei sich insbesondere die Wirtschaftskrise in Osteuropa schmälernd ausgewirkt habe. Das operative Ergebnis (EBITA) habe um 13,1% und damit etwas weniger deutlich als befürchtet auf 179 Mio. EUR nachgegeben, woraus eine Verschlechterung der EBITA-Marge um 90 Basispunkte auf 8,0% resultiere. Der Gewinn habe mit 114 Mio. EUR um 10,2% unter dem Vorjahresniveau gelegen.

In der Betrachtung vor Abschreibungen auf das Produkt-Know-how (Carve-Out), die aus der Herauslösung aus dem Siemens-Konzern resultieren würden, habe der Gewinn um 13,3% auf 117 Mio. EUR nachgegeben, womit die Konsensschätzungen indes übertroffen worden seien. Wincor Nixdorf setze die bisherige Dividendenstrategie fort, derzufolge ca. 50% des Nettogewinns vor Carve-Out-Aufwendungen an die Aktionäre ausgeschüttet würden. Folglich schlage der Konzern der Hauptversammlung für das abgeschlossene Fiskaljahr eine Dividende von 1,85 EUR vor, was einem Rückgang von 13,1% gegenüber dem Vorjahresniveau entspreche. Damit falle die Ausschüttung nichtsdestotrotz großzügiger als vom Konsens erwartet aus.


Der MDAX-Konzern habe im zurückliegenden Geschäftsjahr die Auswirkungen der globalen Wirtschaftsabschwächung zu spüren bekommen. Jedoch hätten mit den vorgelegten Ergebnissen für das Fiskaljahr 2008/09 trotz der ausgewiesenen Rückgänge die Konsensschätzungen leicht übertroffen werden können. Dies dürfte vor allem auf die unerwartet deutlichen sequenziellen Verbesserungen bei Umsatz und EBITA im Schlussquartal zurückzuführen sein, wobei insbesondere das Geschäft mit Handelsunternehmen einen "Schlussspurt" gezeigt habe.

Auf Gesamtjahresebene habe sich indes das Segment Banking als vergleichsweise stabiler Anker erwiesen. Positiv hervorzuheben seien zudem die vom Konzern konstatierten Marktanteilsgewinne in Deutschland und den USA, die Verringerung des Working Capital (im Leistungsprozess gebundenes Kapital) um 20,2% auf 202 Mio. EUR sowie die von 22% auf 28% verbesserte Eigenkapitalquote.

Eine Aufhellung des Markumfeldes sei derzeit allerdings noch nicht in Sicht. Wincor Nixdorf halte zwar an den mittelfristigen Zielen zur Steigerung von Umsatz und EBITA fest, bislang sei aber unklar, wann mit der Rückkehr auf den Wachstumspfad zu rechnen sei. So würden für das aktuelle Geschäftsjahr erneut Rückgänge bei Erlösen und EBITA prognostiziert. Da der Titel auf Basis der Konsensschätzungen für das angebrochene und das kommende Jahr eine Bewertung im Rahmen der Peer Group aufweise, würden die Analysten zunächst wenig Potenzial für positive Kursimpulse sehen.

Die Analysten der National-Bank AG stufen den Wincor Nixdorf-Titel daher bei Reduzierung des Kursziels auf 46,00 EUR von "kaufen" auf "halten" herab. (Analyse vom 11.11.2009) (11.11.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen halten an dem analysierten Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von mindestens 1 Prozent des Grundkapitals.

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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